01.05.2007 Persönlicher Glaube

Woran erkennt man Christen?

Nun ist unzweifelhaft wahr, dass man durch solche Symbole ins Gespräch kommen kann. Man wird zuweilen nach diesen Symbolen gefragt; man kann mit anderen ins Gespräch kommen und darüber ein Zeugnis für den Herrn ablegen.

Die Frage ist nur, ob solche Symbole in unsere christliche Zeit passen. Wenn man das Neue Testament liest, wird man feststellen, dass der Herr uns zwei sichtbare Zeichen mitgegeben hat. Das ist die Taufe und das Abendmahl. Nicht mehr und nicht weniger.

Wenn man will, mag man noch die langen Haare der Frau nach 1. Korinther 11 als ein sichtbares Beispiel ergänzen. Dann hätte man für alle drei Bereiche, in denen sich ein Christ befindet, ein sichtbares Zeichen:

a) In der Schöpfung Gottes zeigt die Frau durch ihre langen Haare, dass sie die Autorität Gottes über sich akzeptiert.

b) In dem Königreich Gottes zeigen wir Christen durch die Taufe, dass wir auf der Seite des Herrn Jesus Christus stehen. Die Taufe ist ein Symbol des Todes: „Oder wisst ihr nicht, dass wir, so viele auf Christus Jesus getauft worden sind, auf seinen Tod getauft worden sind?“ (Römerbrief, Kapitel 6, Vers 3).

c) In der Versammlung (Gemeinde, Kirche) Gottes zeigen wir dadurch, dass wir am Abendmahl (Gedächtnismahl) teilnehmen, dass wir den Wunsch Jesu erfüllen wollen, in Gemeinschaft mit seiner Versammlung des Herrn zu gedenken, bis Er wiederkommt. Auch Brot und Kelch sind Symbole seines Todes, seiner Liebe, die sich offenbart hat, indem Er in den Tod gegangen ist.

Warum sollten wir uns Symbole zulegen, die über das uns in der Bibel genannte hinausgehen? Wären wir nicht wirklich „Zeichen“ für unsere Mitmenschen, wenn wir diese sichtbaren Symbole mit ihrer geistlichen Sprache verkörpern würden? Die Frau zeigt ihre Unterordnung in ihrem Leben gegenüber dem Mann und Christus. Der Mann zeigt seine Unterordnung gegenüber dem Herrn Jesus, indem er dem Wort Gottes gehorsam ist.

Wenn der Tod des Herrn mehr auf unserem Leben als Überschrift stünde (Taufe), würden wir nicht so egoistisch leben und mehr auf unsere Mitmenschen zugehen - seien sie gläubig oder nicht, um ihnen eine Hilfe zu sein. Wenn unser Leben keine Sprache für unsere Umgebung ist, können wir noch so viele Symbole anheften. Sie haben keine Autorität. Nichts gegen einen Fisch! Wir wollen und sollen in keiner Weise gesetzlich sein. Wohl aber etwas für ein einen christlichen Lebenswandel: „Wandelt nur würdig des Evangeliums des Christus“ (Philipperbrief, Kapitel 1, Vers 27).

Wenn wir mehr an den Tod des Herrn Jesus denken würden und seine Hingabe bis in den Tod vor uns stünde, wenn wir mehr sein Kommen erwarten würden (Gedächtnismahl), meinst Du nicht, dass das eine außerordentlich artikulierte Sprache für unsere Mitmenschen wäre? Lauter kann ein Christ kaum reden ...