17.02.2003Dienst | Gute Botschaft

Gerade bekehrt – Freude im Himmel ausgelöst

„Ich sage euch: Ebenso wird Freue im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über 99 Gerechte, die die Buße nicht nötig haben“ (Lukas 15,7). And diesen Vers habe ich gedacht, als ich gestern morgen von einem Arbeitskollegen und Freund hörte, dass er den Schritt gewagt hat. Es war ein hartes Stück Arbeit für ihn. Und wir haben viel zu wenig gebetet, dass er es packt. Sicher, man denkt immer wieder daran. Aber intensiv? Wirkliches Flehen? Kennen wir das noch, wenn wir merken, dass in unserem Bekannten- und Freundeskreis jemand mit dem Evangelium in Berührung kommt?

Es lohnt sich, für Unbekehrte zu beten!

Es lohnt sich, für solche (unbekehrten) Menschen zu beten, bei denen man feststellt, dass sie irgend wie mit dem Evangelium in Berührung kommen. Kürzlich hörte ich von einem Freund, dass seine Frau in dem Geburtsvorbereitungskurs mit einer ungläubigen (aber gottesfürchtigen) jungen Frau zusammentraf, die in der gleichen Schule war wie ich und direkten Kontakt mit einer Gläubigen hatte. Dennoch hat sie noch nicht ernst gemacht. Aber jetzt schafft Gott die Konstellation, dass sie schon wieder mit ernsthaften Christen zusammen trifft. Ob das nicht ein Indiz ist, dass es Gott an dieser Seele, an dieser Frau liegt! Ich bin überzeugt davon.

Und ich bin sicher, dass Du manchen Fall kennst, wo Du merkst, dass jemand an der Schwelle zum Glauben steht, aber einfach nicht ernst macht. Wir sollen dann für den Herrn arbeiten. Gewiss! Aber wir sollen vor allem inständig für einen solchen Menschen beten. Denn das Gebet eines Gerechten vermag viel! Daran dürfen wir glauben, denn Gott selbst sagt uns das in der Bibel.

Es gibt bis heute Wunder der Bekehrung

Im Moment betreue ich im Gefängnis einen jungen Mann, der vielleicht inzwischen gläubig geworden ist. Er sagt es. Aber ich bin noch nicht ganz davon überzeugt. Aber seine Fragen zeigen deutlich, dass er zumindest kurz davor ist. Denn er erkennt, dass man Gott nicht gefallen kann. Denn der natürliche Mensch ist von Fußsohle bis zum Scheitel ein sündiger Mensch, der vor Gott nicht bestehen kann. Ganz offensichtlich arbeitet Gott an diesem Menschen. Denn ich bin eher „zufällig“ an diesen jungen Mann geraten, der sein Leben unter anderem durch Alkohol verpfuscht hat. Aber er kann es vielleicht noch einmal neu beginnen.

Diese wenigen Beispiele machen deutlich: Auch heute rettet Gott noch. Wir müssen nur die Augen aufmachen, um seine Wunderhand zu entdecken. Und wir müssen unsere Herzen aufschließen, um für solche zu beten, bei denen wir deutlich sehen, dass die Hand Gottes an ihnen wirkt. Und wir müssen unsere „Beine“ losbinden, um das Nötige zu tun, das der Herr uns aufträgt. Er rettet bis heute. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem Er wiederkommt, um uns in den Himmel zu holen.