23.02.2007Gute Botschaft

Zunehmende Gewaltbereitschaft

Vor allem eines sei neu an dieser Gewalt der Kinder und Jugendlichen:

- sie kennen kaum mehr Hemmschwellen,

- es gibt keinen erkennbaren Grund für die Aggressionen,

- es fehlt ein Unrechtsbewusstsein.

Spaß am gemein sein

Kürzlich stand z.B. in der Zeitung zu lesen, dass ein Junge einen anderen verprügelt hat. Sein Kom-mentar: „Es macht mir Spaß ... Gemein sein macht Spaß". So haben wir auf dem Weg zur Selbstver-wirklichung das Miteinander verloren. „Geliebt wird nur noch, wer zu unserem individuellen Glück bei-tragen kann", stellte eine Psychologin fest.

Diese eigensüchtige Nutzenrechnung wird bereits in der Bibel vorausgesagt:

„Dieses aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten da sein werden, denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, ohne natürliche Liebe, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, Verräter, verwegen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott“ (2. Timo-theusbrief, Kapitel 3, Verse 2 bis 4).

Gewaltdarstellungen im Fernsehen

Weit verbreitet ist die Auffassung, dass die Gewaltdarstellungen im Fernsehen an der Zunahme der Gewalttaten mitschuldig seien. Nicht zu vergessen ist der Konsum an gewaltverherrlichenden Videos. Die Dynamik des freien Marktes führt nur zu einem: alles und jedes gewinnbringend zu vermarkten. Hindernisse auf diesem Weg werden nicht zugelassen.

Deshalb ist von einer Wechselwirkung zwischen materiellem Wohlstand und Gewalttätigkeit auszuge-hen. Andererseits wird der Zusammenbruch des Wohlstands, wie er in der Apokalypse in symbolischer Sprache vorhergesagt wird, Gewalt und moralische Verrohung nach sich ziehen. In dieser Gerichtszeit lässt Gott die Menschen in besonderer Weise die Folgen ihrer Sünden spüren.

Wer nun glaubt, durch eine Verbesserung der Lebensumstände einen moralisch besseren Menschen zu erhalten, der irrt sich. Dieser humanistische Denkansatz geht davon aus, dass der Mensch in sei-nem Kern gut sei. Die Bibel jedoch, die sich immer als richtig erwiesen hat in ihren Beurteilungen, sagt, dass der Mensch schlecht ist. Im Brief des Apostel Paulus an die Römer ist z.B. zu lesen:

Was die Bibel sagt

Da ist kein Gerechter, auch nicht einer;
da ist keiner, der verständig sei;
da ist keiner, der Gott suche,
Alle sind abgewichen,
sie sind allesamt untauglich geworden,
da ist keiner, der Gutes tue,
da ist auch nicht einer,
Ihr Schlund ist ein offenes Grab;
mit ihren Zungen handeln sie trüglich.
Otterngift ist unter ihren Lippen.
Ihr Mund ist voll Fluchen und Bitterkeit.
Ihre Füße sind schnell, Blut zu vergießen;
Verwüstung und Elend ist auf ihren Wegen,
und den Weg des Friedens haben sie nicht erkannt.
Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen.

Zeigt das nicht eindrücklich, dass Humanismus und Christentum unvereinbare Gegensätze sind?

In unserer Gesellschaft ist ein Abnehmen von Verbindlichkeiten, Werten und Normen zu verzeichnen. Die Folge davon ist ein fehlendes Unrechtsbewusstsein. Dies ist darauf zurückzuführen, dass man sich Gott gegenüber nicht mehr für sein Tun und Lassen verantwortlich fühlt und sich nicht am Maß-stab der Bibel orientiert.

Was fehlt uns?

Was uns fehlt, sei es im Hinblick auf die Gewaltaktionen oder den Werteverfall, ist der innere Frieden. Wir können ihn aber nur erlangen, wenn unsere Sache mit Gott ins Reine kommt. Zwischen Gott und uns steht unser Sündenproblem. Gott entschuldigt das Böse nie, aber Er ist bereit, es zu vergeben. Dazu müssen wir aber unsere persönliche Schuld anerkennen und unsere Sünden vor Ihm bekennen. Dann erhalten wir Vergebung und Frieden mit Gott.

Erschienen in: Dein Weg 32/1: Beröa Verlag, Zellerstraße 61, CH-8038 Zürich