26.12.2016Jesus Christus / Gott | Persönlicher Glaube

Weihnachten – oder, warum wir Weihnachten nicht feiern ...

Bild: Alte/Weihnachten 2004.jpg

Gott wurde Mensch!

„Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter Gesetz, damit er die, die unter Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen. Weil ihr aber Söhne seid, so hat Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen gesandt, der da ruft: Abba Vater! Also bist du nicht mehr Knecht, sondern Sohn; wenn aber Sohn, so auch Erbe durch Gott“ (Galater 4,4–7).

An dieser Stelle möchte ich einfach auf die Gründe verweisen, die uns dazu führen, Weihnachten wirklich nicht zu feiern. Und nicht gemeint ist damit, dass man zwar sagt: „Nein, wir feiern Weihnachten nicht!“, de facto jedoch nichts anderes als eine Weihnachtsfeier veranstaltet …

Nicht an Weihnachten geboren ...

1. Jesus Christus wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht an „Weihnachten“ geboren. Darüber haben wir schon einmal „berichtet“.

2. Weihnachten wird immer „glänzender“ begangen, obwohl die Welt immer weniger mit Jesus Christus zu tun haben möchte. Wir empfehlen noch einmal das Gedicht „Weihnachten – Golgatha“ von Paula Botzen zu diesem Thema.

Ein heidnischer Ursprung

3. Es kann recht leicht nachgewiesen werden, dass das „Weihnachtsfest“ auf das heidnische Sonnenwendfest zurückgeht, auch wenn in den letzten Jahren zunehmend Anstrengungen unternommen werden, das Gegenteil zu bezeugen. Katholische Päpste haben den strategischen Schachzug unternommen, auch Heiden in ein „christliches“ Fest einzubinden, indem sie einfach deren Fest ins Christentum überführen. Nur so glaubte man, die Heiden fürs Christentum gewinnen zu können. Aber was haben wir mit einem heidnischen Götzenkult zu tun?

4. Die „christliche Geschichte“ während der Zeit des Neuen Testaments umfasst sicher mehr als 50 Jahre. Man nimmt an, dass Johannes die Offenbarung um die Jahrhundertwende – ungefähr im Jahr 100 – geschrieben hat. Wir finden keinen einzigen Hinweis auf eine Feier zur Ehren der Geburt unseres Herrn; wohl aber die Warnung vor bestimmten Festzeiten (Galater 4,10.11).

Die Geburt bringt nahe – der Tod des Herrn verurteilt den Menschen!

5. Das gewaltige Wunder der Menschwerdung des ewigen Gottes ist unfassbar. Aber es hätte keinen Menschen erretten können. Um uns von der Knechtschaft des Teufels loszukaufen, musste Christus sterben. Das – und das allein – ist unser Rettungsmittel. Dass Gott Mensch wurde, bringt Ihn uns nahe – macht Ihn für viele Menschen jedenfalls für einige Tage „liebenswert“. Dass der Mensch Christus Jesus sterben musste, verurteilt jeden einzelnen Menschen. Das wollen die meisten nicht akzeptieren. – Wir werden aufgefordert, an den Tod des Herrn zu denken (1. Kor 11,24.25) – das lesen wir nicht von der Geburt unseres Herrn.

6. Viele Menschen, die nach der römisch-katholischen Kirche Wichtiges vollbracht haben – die sogenannten Heiligen –, werden mit einem Namenstag geehrt. Jesus bekam sogar zwei davon – den ersten und zweiten Weihnachtstag. Er ist ein besonderer Mensch – das hat man wohl schon erkannt. Ist das nicht eine vollständige Entehrung desjenigen, der allein Erretter ist, der weit erhaben ist über jeden anderen Menschen, weil Christus ohne sündige Natur war, vollständig sündlos!?

Auch die eherne Schlange wurde verehrt – bis Hiskia sie zermalmte

7. Wenn man in die Erweckungszeit des 19. Jahrhundert zurückblickt, stellt man fest, dass die Geschwister mit Weihnachten, das sie als ein Götzenfest ansahen, nichts zu tun haben wollten. Hiskia war es übrigens, der die eherne Schlange – die von Gott gegebene Rettung für das Volk Israel – zermalmen musste, da sie zu einem Götzeninstrument geworden war: „Er tat die Höhen weg und zerschlug die Bildsäulen und rottete die Aschera aus und zertrümmerte die Schlangen aus Kupfer, die Mose gemacht hatte; denn bis zu jenen Tagen hatten die Kinder Israel ihr geräuchert, und man nannte sie Nechustan [Kupfernes]“ (2. Könige 18,4).

Natürlich, jeder von uns steht persönlich (und für seine Familie) vor seinem Herrn! Aber es ist der Herr: „Und der König wird deine Schönheit begehren, denn er ist dein Herr: So huldige IHM“ (Psalm 45,12).