12.12.2006 Persönlicher Glaube

Glauben haben wie ein Senfkorn

Wer sich nicht aufs Wasser wagt ...

Ein bewährter Diener des Herrn Jesus Christus sagte einmal, bezogen auf Petrus, der aus dem Schiff ausstieg, um zum Herrn über Wasser zu laufen, sinngemäß: „Warum haben wir so wenig Glaubenserfahrungen mit unserem Herrn? Weil wir nicht den Schritt aufs Wasser wagen. Wenn Petrus nicht gewagt hätte, auf das Wasser zu treten, so hätte er diese Erfahrung in seinem Leben nie gemacht!“

„Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Mehre uns den Glauben! Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Werde entwurzelt und ins Meer gepflanzt!, und er würde euch gehorchen“ (Lukasevangelium, Kapitel 17, Verse 5 und 6).

Soll die Kiefer weiterwandern?

Geht es für uns darum zu bitten, dass die Kiefer im Garten von einer Stelle zur nächsten wandert? Natürlich nicht! Aber es geht darum, dass der Glaube zu Dingen in der Lage ist, die menschlich unmöglich sind. Aber Gott ist nichts unmöglich. Nichts!

Viele von uns werden diese Erfahrung sicher mindestens einmal in ihrem Leben gemacht haben. Und dennoch sind wir solche, deren Glauben vermehrt werden muss. Dennoch zweifeln wir so leicht an der Güte unseres Gottes, der mehr schenkt als das, was wir von Ihm erbitten.

Glaube hat IMMER Wachstumspotenzial!

Das Bemerkenswerte ist, dass - so groß der Glaube auch im Einzelfall sein mag - er könnte noch größer sein. Abraham hatte einen gewaltigen Glauben und betete für die Gläubigen in der bösen Stadt in Sodom. Er ging herunter bis zu 10 Gerechten. Aber selbst so viele waren nicht in der Stadt. Hätte sein Glaube größer sein können? Jedenfalls antwortet Gott auf seinen Glauben und gibt mehr, als er erbeten hatte. Auch wenn es keine 10 Gerechten gab: Den einzigen Gerechten dieser Stadt rettete Gott vor dem Feuertod.

Wie war das mit Petrus? Kann man einen größeren Glauben haben, als über Wasser zu laufen? Etwas „Unmöglicheres“ kann es nicht geben. Aber dann kommt der Wind und die Angst. Und der Blick gleitet weg von seinem Meister; er sinkt. Gewaltiger Glaube - aber er hätte ausdauernder sein können.

Im Glauben kann die Wurzel des Egoismus bereits wachsen

Elia stand allein auf dem Berg Karmel. „Gegen“ ihn hatten sich viele Hundert Priester des Baal versammelt. Und vor ihnen und dem bösen König Ahab steht der treue Diener Gottes und verkündigt die Wahrheit. Er baut den Altar mit 12 Steinen, da er nicht vergessen hat, dass die 12 Stämme eigentlich zusammengehören. Fruchtlos steht er da - ist das nicht ein gewaltiger Glaube? Auf einmal sagt er zu dem Volk: „Ich allein bin übriggeblieben.“ Man möchte fragen: Elia, warum sprichst Du auf einmal von Dir? Der Glaube blickt doch weg von sich und auf Gott. So ist die Wurzel für den Niedergang des Dienstes leider schon gelegt.

Glaube - wir haben alle Nachholbedarf! Wir werden das Maximum nie erreicht haben. Wir können alle darin wachsen, weiter zunehmen. Aber 100% werden wir nie erreichen. Zum Glück. Sonst könnten wir irgendwann selbstgefällig werden. Deshalb zeigt uns der Herr immer, wenn Er uns einen Hauch von Glauben geschenkt hat, gewissermaßen: Ich freue mich über diesen Glauben; aber schau hier: Er hätte noch größer sein können, Du kannst noch wachsen darin.

Ein lohnenswertes Ziel!