17.11.2006 Persönlicher Glaube | Versammlung / Gemeinde

Geist der Liebe oder des Fehlersuchens?

"Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet; denn mit welchem Urteil ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden" (Matthäus 7,1).

Hilfe, Ansporn und Ermunterung sind nötig!

„Redet nicht gegeneinander, Brüder“ (Jakobus 4,11).

Wir empfinden nicht die geringste Sympathie für die entmutigende Einstellung, die nur Fehler sucht. Heute, wo alle mehr oder weniger falsch liegen, ist Hilfe, Ansporn, Ermunterung und Stärkung der Hände gefragt.

Beschäftigung mit Bösem verunreinigt! Gewisse religiöse Zeitschriften sind nahezu ausschließlich damit beschäftigt, Fehler aufzudecken. Gelegentlich mag es angebracht sein, auf böse Personen und böse Dinge aufmerksam zu machen, aber eine übermäßige Beschäftigung damit hat eine verunreinigende Auswirkung. Die Beschäftigung mit dem Guten dagegen kräftigt, reinigt, und sichert die Nähe und Gemeinschaft des Gottes des Friedens (Philipper 4,8-9).

Ein Geist des Fehlersuchens

Es herrscht weithin ein unseliger Geist des Fehlersuchens. Kontroversen und Konflikte gibt es zuhauf. Mit Inbrunst und Ernst möchten wir allen Gläubigen nahe legen, eine reine und brennende Liebe zu allen Gläubigen zu entwickeln; das, was Gottes Geist in ihnen bewirkt hat freudig anzuerkennen und auch das, was Er durch sie bewirkt. Erkennt das Gute an, und lasset das Böse ruhen - seht nur zu, dass ihr nicht mit diesem Bösen identifiziert werdet oder euch damit einsmacht. Unsere Gefahr ist: die Kritiksucht, wodurch wir andere und ihre Arbeit herabsetzen.

Menschen, die für den Herrn arbeiten, scheinen ein besonders Ziel zu bilden für „fleißige“ Zungen. Sicher - begnadete und begabte Menschen machen auch Fehler. Wer nicht? Aber wascht die Füße der Diener im Verborgenen! Mach nicht jedes Mal etwas Großes aus jedem Fehltritt oder Irrtum, den Du zu sehen meinst. Sei geduldig, gnädig und freundlich zu einem irrenden Diener. Es gibt eine Tendenz, Kritikpunkte zu suchen und jeden kleinen Fehler aufzubauschen, was im Endeffekt den Diener zerstört und demütigt. Also, ermuntere ihn oder sie, erweise Sympathie und Liebe. Bete viel für den Diener und gib ab und zu ein Wort der Ermunterung weiter, oder eine freundliche Geste.

Übersetzung: Wim Hellendorn