27.10.2006 Persönlicher Glaube

Unter den Umständen liegen

Anstatt einfach nur auf das klare Zeugnis des ewigen Geistes im Wort Gottes zu hören, hatten diese Jünger ihren Gedanken und Emotionen erlaubt, sich durch die Situation und die Einflüsse der äußeren Umstände vollkommen mürbe zu machen. Anstatt einen festen Stand auf dem ewigen Felsen göttlicher Offenbarung zu haben, kämpften sie inmitten der Wege des stürmischen Ozeans in ihrem Leben. Mit einem Wort: Für einen Augenblick waren sie unter die Macht des Todes gekommen, jedenfalls, was ihre Empfindungen betraf. So ist es kein Wunder, dass ihre Herzen traurig waren und ihre Unterhaltungen trostlos.

Passiert das nicht auch zuweilen uns? Wie leicht lassen wir uns durch die Macht der Dinge, die wir sehen, die jedoch zeitlich sind, auf den Boden bringen, statt durch Glauben in dem Licht der unsichtbaren und bleibenden Dinge zu leben. Ja, selbst uns, die wir bekennen, den auferstandenen Retter zu kennen und an Ihn zu glauben - die wir glauben, dass wir mit Ihm gestorben und auferstanden sind - die wir den Heiligen Geist in uns wohnend haben, passiert es nicht auch uns, dass wir zuweilen im Glauben herabsinken und uns wegducken? Haben wir in solchen Momenten nicht nötig, uns von einem auferstandenen Retter herausfordern zu lassen?

Ist es nicht auch so, dass es oft geschieht, wenn wir zusammenkommen oder wenn wir auf unseren Wegen sind, dass unsere Unterhaltungen alles andere sind als das, was sie sein sollten? Es mag ein düsteres Trübsal blasen sein über die bedrückenden Umstände, in denen wir sind: das Wetter, die Aussichten unseres Landes, die geschäftlichen Aussichten, unser schlechter Gesundheitszustand, die Schwierigkeit, mit dem Geld zurecht zu kommen - kurz gesagt es kann alles und jedes sein - nur nicht das, was unsere Unterhaltungen kennzeichnen sollte!