27.09.2006Persönlicher Glaube

Sauberkeit geht vor Erfolg

Unsauberer Radsport - jetzt gibt es ein Gegenmodell

In den letzten Monaten und Jahren hat sich herumgesprochen, dass der Radsport ein eher schmutziger Sport ist. Wie viele herausragende Titel wie Siege bei der Tour de France, der spanischen Vuelta, des Giro d’Italia wurden ohne Dopingmittel errungen? Die Schlagzeilen der letzten Monate lassen einen zweifeln. Jetzt will das deutsche T-Mobile-Team einen Neuanfang wagen. Oberste Devise: Sauberer Sport.

Daher hat man nur „saubere“ Athleten verpflichtet, wie man hofft. Die Mannschaft muss sich ständigen Doping-Kontrollen unterziehen. Auch ein Blutvolumen-Test ist vorgesehen. Und ein DNA-Profil soll von jedem Fahrer angelegt werden. Das führe zwar kurzfristig zu weniger Siegen. Aber Sauberkeit gehe vor. Und wenn andere Teams ebenfalls mitmachen, dann würden auch mehr Siege wieder herausspringen ...

Als Christen sauber leben

„Das“ gilt auch für Christen. Wer „sauber“ lebt, wird zwar vielleicht weniger Aufsehen erregen. Er wird vielleicht nicht so im Mittelpunkt stehen wie andere Leute. Er ist vielleicht langweiliger. Aber dafür hat er das Wohlwollen seines himmlischen Vaters. Wie heißt es in der bekannten Stelle im Philipper-Brief: „Im Übrigen, Brüder, alles, was wahr, alles, was würdig, alles, was gerecht, alles, was rein, alles was lieblich ist, alles, was wohllautet, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, dies erwägt“ (Philipperbrief, Kapitel 4, Vers 8).

Vielleicht komme ich als Christ nicht so weit im Beruf - ist das überhaupt ein anstrebenswertes Ziel? - wenn ich nicht alles mitmache; wenn ich mich nicht auf unsaubere Methoden der Kundengewinnung einlasse; wenn ich nicht mit dem Chef und anderen lüge; wenn ich nicht bei unmoralischen Angeboten mitmache.

Fuschen wirst Du noch bereuen - das Lob des Meisters nie!

Vielleicht schreibst Du in der Schule nicht so gute Noten, wie andere, die fuschen. Oder wie solche, die unerlaubte Hilfsmittel mitnehmen. Aber worum geht es uns? „Und alles, was immer ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, danksagend Gott, dem Vater, durch ihn“ (Kolosserbrief, Kapitel 3, Vers 17).

Wichtiger als alles andere ist die Wertschätzung unseres Meisters. Dann mag man in den Augen der Menschen nicht so erfolgreich sein. Aber irdischer Erfolg ist nicht so wichtig wie die Antwort unseres eigentlichen Auftraggebers: „Wohl du guter und treuer Knecht, über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen. Gehe ein in die Freude deines Herrn.“ Das kann man heute nicht sehen. Aber das, was man nicht sieht, ist ewig. Alles andere werden wir in der Zukunft „bereuen“!