21.09.2006 Dienst

Stress kann auch anregend sein

Untersuchung zum positiven Stress

Eine kürzlich durchgeführte repräsentative Untersuchung hat ergeben, dass 72% der Befragten der Meinung sind, dass es „positiven Stress“ gebe. 70 % (Westdeutschland) hätten diesen auch schon erlebt. Viele haben diesen Stress im Übrigen bei der Arbeit erlebt.

Gibt es für Christen einen positiven Stress?

Gibt es für Christen auch positiven Stress? Bei Paulus gab es diesen! Zweimal schreibt er an die Thessalonicher: „Während wir Nacht und Tag arbeiteten, um niemand von euch beschwerlich zu fallen, haben wir euch das Evangelium Gottes gepredigt“ (1. Thessalonicherbrief, Kapitel 2, Vers 9; vgl. 2. Thes 3,8).

Paulus - das große Vorbild!

Paulus arbeitete Nacht und Tag. Aber nicht, weil er große Karriere machen wollte. Sondern deshalb, weil er die Thessalonicher und auch Menschen anderer Gegenden für den Herrn Jesus und seine Sache gewinnen wollte.

In Apostelgeschichte, Kapitel 20, Vers 31 weist Paulus darauf hin, dass er die Epheser 3 Jahrelang Nacht und Tag ermahnt hatte. Und für Timotheus betete Paulus Nacht und Tag (2. Timotheusbrief, Kapitel 1, Vers 3).

Man kann sich gut vorstellen, dass dies alles nicht stressfrei für Paulus zuging. Aber dadurch hatten die Gläubigen einen großen Nutzen. Das war ihm die Anstrengung wert!

Und andere!

Aber es gab nicht nur Paulus. Die Witwe und Prophetin Anna war 84 Jahre alt. Aber sie wich nicht vom Tempel, in dem sie nacht und Tag mit Fasten und Flehen diente (Lukasevangelium, Kapitel 2, 37). Das war sicherlich ebenfalls Stress!

Für uns gilt es, dass viel Arbeit - und das bedeutet einfach Stress - sei es zum Gebet, sei es im Dienst für den Herrn, sei es die Mutter, die ihre Kinder bedient und belehrt (auch ein Dienst für den Herrn!), nicht aus dem Handgelenk zu schütteln ist. Aber es lohnt sich, für den Herrn und damit auch für die Geschwister seine Zeit, seine Energie, sein alles einzusetzen. Wer stressfrei hat, lebt oftmals vermutlich ein totes geistliches Leben ...