28.08.2006Persönlicher Glaube

Jugendliche und Rauchen

Im Rahmen einer aktuellen Studie zu Rauchverboten hat sich herausgestellt, dass 27 % der Jugendlichen im Alter von 14 bis 29 Jahren regelmäßige Raucher sind. Das gibt zu denken. Natürlich ist hier keine Unterscheidung zwischen Nicht-Christen und Christen vorgenommen worden. Aber es zeigt, wie weit verbreitet Rauchen unter jungen Menschen trotz vieler Aufklärung über die Gefahren von Rauchen ist. Warum ist das problematisch?

Tabakkonsum ist für jeden 10. Todesfall verantwortlich

Tabakkonsum war im Jahr 2000 weltweit für jeden 10. Todesfall unter Erwachsenen verantwortlich. In den USA und Westeuropa starben sogar fast 25% der 30-69-Jährigen an den Folgen des Rauchens, wie ein Forscherteam jetzt herausgefunden hat. Dass Rauchen der Gesundheit abträglich ist, wird mittlerweile nicht einmal mehr von den Tabakkonzernen bestritten. Amerikanische und australische Wissenschaftler haben nun in einer Studie die Todesopfer der Zigaretten berechnet. Im Jahr 2000 starben demnach 5 Mio Menschen infolge des Rauchens. Männer waren dreimal häufiger davon betroffen als Frauen, schreiben die Autoren von der Harvard University und der University of Queensland im Fachblatt „Tobacco Control“.

Die häufigsten durch Zigarettenkonsum ausgelösten Krankheiten mit Todesfolge betreffen das Herz-Kreislaufsystem. Auf diese Weise starben in den Industriestaaten im Jahr 2000 1 Mio Menschen. Auf den Plätzen zwei und drei der tödlichen Raucherkrankheiten folgten chronische Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs, die für 650.000 beziehungsweise 500.000 Todesfälle verantwortlich seien.

Eigentlich weiß jeder um die Gefahr!

Eigentlich - also - weiß jeder, dass Rauchen schädlich ist. Und dennoch „genießen“ viele Menschen diesen Qualm. Und auch im Leben eines Christen gibt es manche Dinge, von denen wir wissen, dass sie schädlich sind. Und dennoch setzen wir uns ihnen aus, wider besseres Wissen.

Zwei zentrale Probleme hinsichtlich des Rauchens wollen wir anführen:

1. Rauchen ist nicht gesund

Vielleicht sagst Du: Was habe ich als Christ für ein Problem damit? Es gibt doch christliche Freiheit. Wohl wahr. Aber die Bibel spricht nicht von der Freiheit, den eigenen Körper zu zerstören, wie es das Rauchen macht. Einerseits sagt Paulus einmal: „Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich“ (1. Korintherbrief, Kapitel 6, Vers 12). Damit sagt er: Es besteht in den irdischen Dingen Freiheit. Aber wenn sie nicht nützlich ist - und wer wollte behaupten, dass Rauchen wirklich nützlich ist - dann ist es verkehrt, diese Freiheit auf Kosten des Nutzens auszuleben.

Im weiteren Verlauf dieses Bibelabschnittes geht es dann um Unzucht als Sünde gegen den eigenen Körper. Und Paulus schließt mit dem Wert des menschlichen Körpers eines Gläubigen: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euer selbst seid? Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden; verherrlicht nun Gott in eurem Leib“ (Verse 19 und 20).

Wenn wir uns mehr bewusst wären, dass in unserem Körper eine göttliche Person wohnt - der Heilige Geist - und dass wir uns nicht selbst gehören, der Körper gehört uns nicht selbst, sondern Gott: Wie würden wir dann mit unserem Körper und seiner Gesundheit umgehen? Mit einer gesundheitsschädigenden Sucht kann man wohl kaum Gott in dem eigenen Körper verherrlichen.

2. Rauchen ist oft eine Sucht

Ein zweites Thema ist die Sucht, die uns an die Zigarette bindet. Fast das ganze Kapitel 7 des Römerbriefes spricht über unsere Begierden, unsere Sucht. „Denn nicht da Gute, dass ich will, das tue ich. Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde“ (Verse 19 und 20).

Ist es nicht oft so, dass man sich persönlich eingesteht, dass „schon wieder“ ein Stängel nicht gut ist. Aber man ist gar nicht in der Lage, von diesem zu lassen. Erst eine bewusste Entscheidung für den Herrn Jesus, ein Wegwenden von dieser Sucht und der Begierde zu ihr hin, um von dem Herrn Jesus Kraft zu erbitten, das Böse zu lassen, um das Gute zu tun, wird echte Befreiung bringen.

Das wünschen wir allen, die mit diesem Problem zu tun haben!