25.08.2006Dienst

Christliches Sorgentelefon

Zunehmendes Nutzen des Sorgenteilefons

Heute bekam ich eine Meldung zugesandt, in der von einem „christlichen Sorgentelefon“ die Rede ist. Über 100 Kinder und Jugendliche würden jede Woche beim diesem bundesweiten Kinder- und Jugendtelefon anrufen. Eine steigende Zahl suche Rat und Hilfe zum Thema Mobbing an der Schule.

Diese „Statistik“ zeigt, dass es einen zunehmenden Bedarf an Seelsorge-Hilfe in unserer Gesellschaft gibt. Natürlich kann man eine unmittelbare Not nicht durch eine evangelistische Botschaft beantworten. Aber wenn junge (und auch ältere) Leute erkennen, dass es eine Anlaufstation für sie gibt, kommt oftmals doch eine Gelegenheit, die man nutzen kann.

Telefon für Menschen um uns herum

Uns wird gesagt: „Wandelt in Weisheit gegenüber denen, die draußen sind, die gelegene Zeit auskaufend“ (Kolosserbrief, Kapitel 4, Vers 5). Es gehört eben Weisheit dazu, zur rechten Zeit zu schweigen und zur rechten Zeit zu reden. Aber es gehört auch Energie dazu, die gelegene Zeit auch auszukaufen, wenn sie sich bietet.

Ob wir wohl solche sind, die als Anlaufstationen zur Verfügung stehen für andere Menschen, Mitmenschen, die uns näher stehen, für Nachbarn, Schul-, Studien- und Arbeitskollegen? Wissen sie, dass wir ein offenes Ohr und Herz für ihre Nöte haben?

Telefon für Gläubige, die wir kennen

Aber natürlich gilt dasselbe auch für unsere Mitgeschwister. Nöte gibt es auch da zu Hauf. Und immer mal wieder hört man, wenn es zu spät ist: „Wenn doch jemand da gewesen wäre, dem ich mich hätte anvertrauen können!“ Wir dürfen eben nicht einfach auf die überörtlichen Hirten warten und schauen. Auch wir selbst sind hier gefragt.

Die Grundlage für dieses Vertrauen müssen wir natürlich erst einmal legen. Wir können nicht sagen: Kommt zu mir - ich bin für Euch da, wenn es im normalen täglichen Christen- und Versammlungs- (Gemeinde-, Kirchen-)leben keine Offenheit, keine Warmherzigkeit, keine Nähe gibt.

So können wir einander dienen: „Je nachdem jeder eine Gnadengabe empfangen hat, dient einander damit als gute Verwalter der mannigfaltigen Gnade Gottes“ (1. Petrus, Kapitel 4, Vers 10). Ob das nicht für manche von uns eine Aufgabe sein kann, „Sorgentelefon“ zu sein?