05.10.2004Ehe & Familie

Allensbach: Erst die Karriere, dann das Kind – oder?

Kinder zu teuer?

Vielen Deutschen sind Kinder zu teuer, sie passen nicht in die Berufsplanung, wie eine Allensbach-Studie ergeben hat. Die Betreuungssituation für den Nachwuchs spiele bei den Befragten nur eine untergeordnete Rolle. Die Deutschen bekommen immer weniger Kinder.

Ein Phänomen, das viele Gründe hat. Einer, glaubt Renate Köcher, Geschäftsführerin des Meinungsforschungsinstituts Allensbach, sei mitunter in der Mentalität zu suchen: in der „deutschen Gründlichkeit“. Denn die Deutschen gingen auch beim Thema Kinder methodisch vor: erst das Studium, dann zwei, drei Jahre Karriere, dann vielleicht ein Kind. Hier zu Lande gelte eben das „Eins-nach-dem-Anderen-Denken“.

Die Gedanken der modernen Gesellschaft färben auf uns ab!

Könnte es sein, dass solche Gedanke auch auf uns Christen übergesprungen sind? Natürlich gibt es heutzutage viele Ehepaare, die sich sehnlichst Kinder wünschen, aber keine bekommen. Aber zugleich gibt es auch viele, die Kinder bekommen könnten, wenn sie dazu bereit wären, die sich aber aus vielfältigen Gründen dagegen entscheiden. Darf man das eigentlich?

Dabei ist der Auftrag Gottes klar und präzise: „Und Gott segnete Mann und Frau, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan“ (1. Mose 1,28). Dieser Auftrag wird viele Jahrhunderte später, in der Zeit Noahs, noch einmal wiederholt: „Ihr nun, seid fruchtbar und mehrt euch, wimmelt auf der Erde und mehrt euch auf ihr!“ (1. Mose 9,7).

Kinder sind ein Segen des HERRN

Wer wollte sich diesem Auftrag Gottes verschließen, ohne auf den Segen des Herrn verzichten zu müssen? Natürlich ist es nicht gut, wenn wir bei kinderlosen Ehepaaren Vermutungen anstellen, ob sie wohl keine Kinder haben wollen. Häufig sind gerade sie es, die sehr unter der Kinderlosigkeit leiden.

Aber wenn es um uns geht, wollen wir keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass wir uns über die Kinder freuen, die der Herr Jesus uns schenken möchte. Wir wollen nicht aufgrund egoistischer Gründer auf sie verzichten. Wir wollen auch nicht einfach unsere Pläne und Vorstellungen vorne an stellen. Wir wollen den Segen, den der Herr uns schenkt, von Herzen dankbar annehmen.

Kinder sind ein Segen von oben. Das wollen wir nicht vergessen. Auch wir Väter nicht, die wir ausreichend Zeit mit unseren Kindern verbringen wollen!
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