23.01.2016Jesus Christus / Gott

Der unermüdliche Diener

Er hatte keinen Ort, wo Er seinen Leib zum Ausruhen hinlegen konnte. „Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlege.“ Er ging von Ort zu Ort, und überall drängten die Volksmengen auf Ihn an.

Ständig war Christus im Dienst

Vom Tagesanbruch an lehrte er sie im Tempel. Er fand keine Ruhe während des Tages und keine Ruhe in der Nacht. „Des Nachts ging er hinaus und übernachtete auf dem Berge, welcher Ölberg genannt wird.“ „Er verharrte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.“ Er fand auch keine Ruhe am Tage des Sabbats. Den Juden, die Ihm vorwarfen, Er halte diesen Ruhetag nicht, sagte Er: „Mein Vater wirkt bis jetzt und ich wirke.“ Sein Werk der Liebe ließ Ihn nicht ausruhen.

Er ging von Judäa nach Galiläa und von Galiläa nach Judäa, unternahm diese lange Reise bei der Hitze des Tages, setzte sich ermüdet am Rande eines Brunnens nieder, um im Herzen einer armen Sünderin sein Werk der Liebe zu vollbringen.

Als seine Jünger den ihnen anvertrauten Auftrag ausgeführt hatten und von ihrer „Missionsreise“ zurückgekehrt waren, war der Herr voller Fürsorge für sie und sagte ihnen: „Kommt ihr selbst her an einen wüsten Ort besonders und ruht ein wenig aus.“ „Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende. Ihr aber seid es, die mit mir ausgeharrt haben in meinen Versuchungen.“

Selbst als Er von allen verlassen wurde, hörte sein Dienst nicht auf

Als im Garten Gethsemane der Augenblick kam, wo Er von ihnen verlassen werden sollte – da sie den Kelch, den der Vater Ihm gab, nicht trinken noch seine Schmach, den Hass der Menschen und alle Leiden des Kreuzes mit Ihm teilen konnten, ging Er zu ihnen hin mit den Worten: „So schlaft denn fort und ruht aus; siehe, die Stunde ist nahe gekommen.“ Er aber ging hin, um sich der letzten und unausforschlich tiefen Mühsal seiner Seele hinzugeben.

Als der Apostel Paulus den Korinthern seine eigenen Leiden und Mühen aufzählte, sagte er: „Außer dem, was außergewöhnlich ist, noch das, was täglich auf mich andringt, die Sorge um alle Versammlungen.“ Wie viel größer noch waren die Mühen und die Sorge, die der Herr unaufhörlich und von Mitleid bewegt, auf seinem Herzen trug, die Bürde der ganzen Menschheit, die der Sünde unterworfen war und sich nach Befreiung sehnte.

Sein Dienst war nur scheinbar vergeblich

„Er hat unsere Leiden getragen, und unsere Schmerzen hat er auf sich geladen.“ „Ich habe aber eine Taufe, womit ich getauft werden muss, und wie bin ich beengt, bis sie vollbracht ist!“ Scheinbar war all sein Wirken inmitten eines ungläubigen und verkehrten Geschlechtes vergeblich: „Umsonst habe ich mich abgemüht, vergeblich und für nichts meine Kraft verzehrt“ (Jes. 49,4). Gott aber verkündet das wunderbare Resultat Seines Werkes: „Ich habe dich zum Licht der Nationen gesetzt, um mein Heil zu sein bis an das Ende der Erde.“

Er fand keine Ruhe, solange das Werk der Mühsal seiner Seele nicht vollendet war. Nichts vermochte Ihn darin aufzuhalten. Ohne in der geistlichen Energie nachzulassen, hat Er es vollbracht und wegen der vor Ihm liegenden Freude das Kreuz erduldet. Diese Freude bestand für Ihn in der Verherrlichung des Vaters durch vollkommenen Gehorsam und auch darin, dass der Vater Ihn verherrlichen würde nach der Ausführung des Werkes der Erlösung und nach der völligen Offenbarung des Vaters, des Namens Gottes, der Liebe ist. „Von der Mühsal seiner Seele wird er Frucht sehen und sich sättigen.“ „Er schweigt in seiner Liebe“ (oder: „Er wird ruhen in seiner Liebe“).

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Mit freundlicher Genehmigung des Beröa Verlages
Halte fest, Jahrgang 1958 - Seite: 134 -
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