12.01.2005Persönlicher Glaube

Auszeichnung besonders unsinniger Warnungen – wo es solche nicht (!) gibt

Der USA-Wettbewerb um absurde Warnhinweise

In den USA hat eine Interessengruppe einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem besonders absurde Warnhinweise auf Produkt-Etiketten gesucht werden. Den ersten Platz 2004 gewann ein Schild auf einer Toilettenbürste: „Nicht zur Körperhygiene verwenden“. Hintergrund solcher Warnhinweise sind die uneingeschränkten Möglichkeiten, in den USA gegen Hersteller zu klagen. Sie hätten es ja auch drauf schreiben müssen ... Das führt zu solch unsinnigen Warnungen wie bei Bohrmaschinen: Nicht als Zahnbohrmaschine geeignet. Oder bei Bügeleisen: Bügeln sie keine Kleidung, die gerade getragen wird. Oder bei Kaminholz: Vorsicht - Brandgefahr! Oder bei einem Roller: Produkt bewegt sich bei Benutzung. Auf einer Schubkarre war angebracht: Nicht für die Autobahnbenutzung gedacht.

Man könnte noch manche anderen absurden Vorschriften anführen. Es liegt ja in diesem Fall nicht an den Herstellern, sondern an der eigenartigen Möglichkeit, gegen und für alles zu klagen. Manche meinen, auch in der Bibel seien viele Vorschriften überflüssig. Oder zumindest vollkommen überholt. Sie gehörten in eine andere Zeit. Heute müsse man die aktuelle Ethik und Moral einfach akzeptieren. Ein paar dieser scheinbar überflüssigen, überholten Aussagen wollen wir uns ansehen.

Die Frauen sollen in den Zusammenkommen schweigen

„Die Frauen sollen schweigen in den Versammlungen, denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden“ (1. Korinther 14,34). Am liebsten will man von diesem Wort heute nichts mehr hören. Es gibt kaum noch Versammlungen (Gemeinden, Kirchen), wo diese Wort des Herrn, das ja Autorität besitzt, akzeptiert und verwirklicht wird. Es käme aus einer Zeit, in der Frauen nichts zu sagen gehabt hätten.

Nein, dies ist ein Wort Gottes, das seinen Sinn hat. Nicht, weil Männer irgendwie geistlicher oder besser wären. Sondern deshalb, weil Gott es zum Segen seiner Kinder hier auf der Erde so eingerichtet hat. Männer und Frauen sind einfach unterschiedlich, ob wir das akzeptieren wollen oder nicht. Dann wollen wir dieses Gebot nicht für überholt halten!

Männer sollen ihre Frauen lieben

„Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat“ (Epheser 5,25). Heute ist es vollkommen out, dass man sich ein Leben lang nur an eine Frau bindet. Aber die Bibel sagt es. Inzwischen ist von der Kanzlerklasse die Rede - damit wird man „gemeint“, wenn man die dritte oder vierte Ehe abgeschlossen hat. Aber die Bibel kennt das nicht.

Sie spricht von der Einehe, von einer einmaligen Sache fürs ganze Leben. Und damit ist natürlich auch jede homosexuelle Verbindung, die heute in vielen Versammlungen (Gemeinden, Kirchen) gestattet ist, ausgeschlossen. Das mag überholt klingen. Überflüssig ist es keineswegs. Übrigens ist Lieben mehr als Geschlechtsverkehr!

Kinder sollen gehorsam sein

„Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem, denn dies ist wohlgefällig im Herrn“ (Kolosser 3,20). Das ist ja nun wirklich überflüssig - mag der eine oder andere denken. Gehorsam muss heute der Selbstverwirklichung weichen. Und wehe, ein Elternpaar wird noch mit einer „Rute“ gesichtet. Damit verstößt man bereits gegen geltendes Recht.

Aber Gott will es so. Er sagt nicht umsonst, dass Kinder gehorsam sein sollen. Das gilt auch noch im 21. Jahrhundert. Nur so werden Kinder lernen, dass sie sich unterordnen müssen - später auch der Regierung, dem Arbeitgeber etc. Gehorsam ist heute out. Nicht für Christen, so hoffe ich!

Alte Frauen sollen besonnen sein

„Die alten Frauen ermahne, besonnen zu sein“ (Titus 2,3-5). Ist diese Anordnung nicht überflüssig? Das weiß doch jeder heute, dass Frauen nicht einfach Schwätzer sein sollen. Ja, das ist so. Aber zeigt nicht die Vergangenheit, dass gerade diese Ermahnung von solch großer Bedeutung ist?

Übrigens wird Titus ermahnt, alle zu ermahnen, besonnen und nüchtern zu sein. Das gilt nicht nur für alte Frauen. Aber für sie gilt es in besonderem Maß. Wenn sie unnüchtern sind und geschwätzig herumerzählen, werden die jüngeren Frauen ihrem Vorbild folgen. Und dann gibt es nur Streit und Zank. Aber das möchte Gott nicht. Daher diese scheinbar so unwichtige Ermahnung, die sehr aktuell ist.