14.02.2003Jesus Christus / Gott | Johannes

Herrlichkeiten Jesu Christi (07) - Jesus

„Am folgenden Tag sieht er [Johannes der Täufer] Jesus zu sich kommen ... Am folgenden Tag stand Johannes wiederum da und zwei von seinen Jüngern, und hinblickend auf Jesus, der da wandelte, spricht er: Siehe, das Lamm Gottes" (Joh 1,29.35.36).

Jesus - nur ein Name-

„Jesus – das ist doch einfach der Name, der dem Sohn der Maria gegeben worden ist", mag mancher denken. Tatsächlich ist das so. Und doch verbinden sich mit diesem Namen, den Gott für seinen Sohn ausgewählt hat, Höhen und Tiefen, über die es sich lohnt nachzudenken. Wer ist dieser Jesus, von dem wir auch lesen, dass Er „Jesus von Nazareth" ist-

Er ist keine Person, die sich ein paar extrem religiöse Menschen ausgedacht haben; Er ist auch nicht nur eine historische Persönlichkeit. Nein, es geht um den „geschriebenen Christus", wie jemand einmal bemerkte. Wenn wir von Jesus oder vom Herrn Jesus sprechen, dann halten wir uns ausschließlich an das, was wir in der Bibel von Ihm lesen.

„Wir sehen aber Jesus, der ein wenig unter die Engel wegen des Leidens des Todes erniedrigt war, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt – so dass er durch Gottes Gnade für alles den Tod schmeckte" (Heb 2,9). Wenn wir von seinem Namen „Jesus" lesen, denken wir an seine Erniedrigung. Er ist der vom Himmel gekommene Mensch, der auf dieser Erde den ganzen Willen Gottes getan hat, ja, sich Gott in allem unterworfen hat.

Jesus - oder Herr Jesus-

Viele der Leser werden daran gewöhnt sein, von Jesus als von dem „Herrn Jesus" zu sprechen. Das ist auch gut so, denn Er ist am Kreuz von Golgatha gestorben, um für diejenigen, die an Ihn als ihren persönlichen Retter glauben, zugleich auch Herr zu sein. Er bestimmt dann über ihr Leben.

In den Evangelien lesen wir jedoch häufig, dass Er einfach „Jesus" genannt wird. Das ist besonders dann der Fall, wenn von seiner unermüdlichen Tätigkeit berichtet wird. Und genau das ist es, was wir an Ihm immer wieder bewundern. Er war von morgens bis abends im Einsatz. Selbst nachts kannte Er häufig keine Ruhe, sondern wurde von Menschenmengen umlagert. Wenn Er dann doch einmal Zeit zum Schlafen gehabt hätte, finden wir diesen vollkommenen Menschen häufig auf dem Berg – im Gebet. Auch das war eine Tätigkeit für die Seinen, denn dort trat Er fürbittend für sie bei Gott, seinem Vater ein.

So sehen wir auch in Johannes 1, dass Ihn Johannes der Täufer anschaute, als Er umherging. Diese Sicht gibt es bis heute! Wenn wir in den Evangelien lesen, wie Er umhergegangen ist, dann dürfen wir Ihn betend dafür loben, dass Er nie an sich selbst dachte, sondern ständig mit den ungläubigen Menschen und mit seinen Jüngern beschäftigt war – und Gott in allem verherrlichte.

Den Höhepunkt seiner Hingabe finden wir am Kreuz von Golgatha. Und selbst an diesem Ort größter Qualen sehen wir Ihn mit dem neben Ihm hängenden Verbrecher und mit seiner Mutter Maria beschäftigt. Er war wirklich der vollkommene, selbstlose Mensch!

Wie beeindruckend sind die Worte, die wir in Johannes 19,17.18 lesen: „Und sich selbst das Kreuz tragend, ging er hinaus zu der Stätte, genannt Schädelstätte, die auf hebräisch Golgatha heißt, wo sie ihn kreuzigten und zwei andere mit ihm, auf dieser und auf jener Seite, Jesus aber in der Mitte." Hier lernen wir, dass sich die Bedeutung seines Namens erfüllt: Jesus – der Herr ist Rettung. Dort wurde Jesus zum Retter der Welt!